Daniel Kurth
Im Einsatz für die Region.

Schulen in Eberswalde und im Barnim setzen auf gemeinsames Lernen

Eberswalde. Mehrere Schulen in Eberswalde und dem Barnim bieten vom kommenden

Schuljahr an gemeinsamen Unterricht für Kinder und Jugendliche mit

und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf an.

Sie setzen das Konzept „Gemeinsames Lernen“ um und schaffen so die Grundlage für mehr Miteinander unterschiedlich begabter Schülerinnen und Schüler. „Kinder und Jugendliche, die besondere Unterstützung brauchen, können so leichter einen anerkannten Schulabschluss und somit leichter eine Berufsausbildung erreichen.“, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Kurth, MdL. „Ziel muss es sein, dass die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems nach unten und nach oben in den jeweiligen Bildungsstufen genutzt wird. Dies ist ein wichtiger Baustein dazu.“ so Kurth weiter. Der Wunsch, das eigene Kind mit sonderpädagogischen Förderbedarf auf eine reguläre Schule zu bringen wurde von vielen Eltern formuliert. „Überdies nützt das gemeinsame Lernen allen Schülerinnen und Schülern, weil die beteiligten Schulen zusätzliche Lehrkräfte einstellen können und die soziale Entwicklung bei allen Kindern und Jugendlichen durch Vielfalt gefördert wird.“ 

Für die beteiligten Schulen stellt die Landesregierung 23 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt sollen in Brandenburg 432 zusätzliche Lehrkräfte das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ unterstützen. Die Schulen können auch Sonderpädagogen einstellen, um die besten Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen zu schaffen. „Unterrichteten bisher nur Grundschulen nach dem Inklusionskonzept, so steht nun auch Oberschulen und Gesamtschulen dieser Weg offen“, sagte Daniel Kurth, MdL.

Bei rund 16.000 der mehr als 230.000 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg ist ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden – bei den meisten in den Bereichen Lernen, emotionale und soziale Entwicklung oder Sprache. Voraussetzung für die Auswahl der Schulen zum gemeinsamen Lernen ist unter anderem die freiwillige Teilnahme der Schulen, ein schuleigenes Konzept und die Zustimmung des jeweiligen Trägers.